Die Gründung des Vereins im Jahre 1912

Irgendwann im Jahre 1912 schlossen sich sportbegeisterte junge Männer zusammen, um den in Wittorf bislang nur auf Koppeln und Straßen betriebenen Sport in einem Verein zu betreiben. Dieser in den Akten festgehaltene Akt war der Beginn unseres Sportvereins. Aber auch schon damals gab es Streit und Unstimmigkeiten und man konnte sich nicht auf einen Namen einigen. so kam es, daß zwei Vereine gegründet wurden:

      • der MTV Wittorf mit dem ersten Vorsitzenden Christian Moritzen und
      • die Freie Turnerschaft Wittorf unter dem Vorsitzenden Detlef Kühl.

Weitere Gründungsmitglieder waren: Karl Voss, August Voss, Heinrich Teegen, Adolf Meier, Gebr. Bracker, Gebr. Bolls, Heinrich Kock, Gebr. Pohlmeier, Gebr. Stiehm, Hermann Tiemann, Willi Riecken, Karl Mohr, Heinrich Hinz, Ernst Hinz, Reinhold Kriegsmann, Willi Rohlfs, Karl Goldenbaum, Gebr. Pries, Karl Kriegsmann, Karl Jahn, Johannes Eggersen, Heinrich Seel und Willi Ahlgrimm.

Der Sportbetrieb stand aber im Vordergrund und so wurde geturnt, Turnspiele sowie Faust- und Schlagball nach den herrschenden Regeln betrieben. Für die Feldsportarten musste ein Sportplatz her; hier taten sich beide Vereine zusammen und unterhielten gemeinsam einen Sportplatz an der Lindenstraße.

Aufnahme vom Schulhof, links Hauptlehrer und erster Vorsitzender Chr. Moritzen mit seiner Ehefrau

Die Gründung eines Trommler- und Pfeifercorps wurde im Juni des Jahres 1913 beschlossen. Als Tambour wurde Heinrich Theden gemeldet, der 5 Flötisten und 2 Trommler auszubilden hatte.

Auch für den Nachwuchs wurde gesorgt. So wurde im Juli 1913 eine Knabenabteilung eingerichtet, die fortan Sonnabend- Nachmittag für eine Stunde turnen konnten.Apropos Turnen. In Ermangelung einer Halle wurde im Sommer draußen geturnt und im Winter stellte Gastwirt Bracker seinen Saal zur Verfügung.

Auch eine Damen-Turnabteilung erblickte in diesem Jahr erstmals das Licht der Welt.

Am 27.07.1913 werden Schlag- und Faustballwettkämpfe gegen den TV Tungendorf ausgetragen. Im Protokoll ist hierzu zu lesen:

"Es wurde bekanntgegeben, daß der Verein von dem Turn- und Spielverein Tungendorf zu einem Schlag- und Faust-ballspiel gefordert ist. Das Spiel findet am 27. Juli statt. Das Spiel wurde angenommen. Die daran teilnehmenden Spieler werden von dem Zweiten Turnwart Theden bestimmt. Nachmittags 1.30 Uhr wird per Rad hier losgefahren."

Für die Feldsportarten mußte einher, Sportplatz der in der Lindenstrasse errichtet wurde.

 

Der MTV Wittorf besaß seit der Gründung vor zwei Jahren eine Fußballmannschaft, was 1914 zum Anschluß an den Norddeutschen Fußballverband führte. Veranstaltung des ersten Wittorfer Turnfestes.

Auch Turnfahrten wurden veranstaltet. So heißt es im Protokoll vom 05.06.1914:

"Es wurde beschlossen, am 27. Juni eine Nachtturnfahrt über Segeberg nach Lübeck zu machen. Bis Segeberg wird mit der Bahn gefahren und dann zu Fuß nach Lübeck marschiert."

 

Schon Anfang dieses Jahres 1915 warf der 1.Weltkrieg seine Schatten auf den Sportbetrieb. Am 27. Februar fand noch eine Veranstaltung zu Gunsten der Kriegsfürsorge statt, dann folgte noch eine Turnfahrt nach Wrist/Kellinghusen (natürlich zu Fuß). Infolge der Einberufungen wurde im Sommer nur noch wöchentlich geturnt. Im September kam dann der Turn- und Spielbetrieb völlig zum Erliegen.

Aufgrund des Krieges fanden keine Aktivitäten statt.

Die Wiedergründung des "Turn-und Sportvereins Wittorf" 1919:

Nach Beendigung des Krieges waren es dann am 18.03.1919 insgesammt 16 Männer, die sich zusammensetzten und beschlossen, den alten Männer-Turnverein Wittorf unter einem neuen Namen "Turn- und Spielbetrieb " weiterbestehen zu lassen.

Wiederaufnahme des Spielbetriebes 1919, rechts Hauptlehrer und erster Vorsitzender Chr. Moritzen
1919: Wiedergründung des "Turn- und Sportvereins Wittorf"

 

Am 08.02.1920 wurde der Sportplatz am Kiefernwegeingeweiht. Hermann Tiemann übernahm die Turnabteilung und war für den Spielbetrieb verantwortlich. Der Aufbau und die Leitung der Knabenabteilung wurde von Heinrich Sell wahrgenommen.

Der Jugendfußball wurde im Verein gegründet. Die technische Leitung der Turnabteilung wurde von Herrn Richard Soltwedel übernommen. Dieses Amt versah er bis zum Jahre 1950.

Jugendfußballmannschaft von 1921, rechts H. Tiemann

 

Der Sportplatz am Kiefernweg wurde in Eigenhilfe auf das vorgeschriebene Maß vergrößert.

Am 17. März schlossen sich die beiden Vereine "Turn-und Sportverein Wittorf" und der "Sportverein Nordstern von 1920 Neumünster" zum Verein mit dem Namen "Turn-und Sportvereinigung Nordstern von 1912 Wittorf" zusammen.

Auch in diesem Jahr machte Kurt Hartwigsen erstmals auf sich aufmerksam. Er gewann in den weiteren Jahren unzählige Wettkämpfe.

Der Fußballbetrieb im TSV Wittorf wird eingestellt, da ein anderer Verein "AFC Vorwärts Wittorf" in die Kieler A-Klasse aufsteigt und zwei Fußballvereine in Wittorf zu viel sind.

 

Am 8. April 1924 startet eine Ära in Wittorf: Handball!! Im Protokoll heißt es dazu:

 

"...Es wird weiter beantragt, das Handballspiel einzuführen. Auch dieser Antrag findet Widerspruch. Schließlich wird mit 9 gegen 4 Stimmen beschlossen, daß dieses Spiel versuchsweise in den Spielplan aufgenommen werden soll."

 

Der Terminplan im Jahre 1925 ist bereits sehr umfangreich:

 

  • 15.03. Wald- und Geländelauf in Wittorf
  • Fahnenweihe in Bornhöved
  • 21.06. Bezirksturnfest in Gadeland
  • Hermannslauf in Burg auf Fehmarn
  • 06.09. Turnfest in Brachenfeld
  • 04.10. Waldlauf in Neumünster
  • 22.11. Gerätewettkampf in Wittorf

 

Im Jahr 1926 findet der erste Gerätewettkampf für Knaben in Wittorf statt.

 

 

Das im Jahr 1927 wegen Vorturnermangel zeitweilig aufgegebene Knabenturnen wurde unter der Leitung von August Stölten wieder aufgenommen.

 

Am 06.10.1928 schließt sich der Turn- und Sportverein Padenstedt unserem Verein an. Aus dem Protokoll ist zu entnehmen, daß der Verein in Padenstedt wegen Mangel an Mitgliedern keine vollständigen Spielmannschaften stellen könnte.

Die Handballabteilung erreicht ein beachtliches Niveau und steigt in die Bezirksklasse West auf.

Jugendabteilung 1929, hinten links: R. Soltwedel, vorne rechts: W. Soltwedel
Aufstieg in die Handball-Bezirksliga-West, rechts: Leiter und Mitbegründer H. Tiemann, 4.v.l.: Kurt Schönau, 5.v.l.: Ernst Almenröder

 

Der Höhepunkt des Jahres 1929 war eine Veranstaltung mit Werbeturnen und Theateraufführung in Großenaspe. Hierzu sei vermerkt, daß die Theatergruppe über Jahre hinaus in unserem Verein tätig war.

 

Teilnehmer einer Turn- und Wanderfahrt im Jahre 1930
Jugendabteilung 1930

 

 

Der seit der Gründung als 1. Vorsitzender tätige Hauptlehrer Christian Moritzen trat 1930 von seinem Amt zurück. Zum Dank wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Sein Nachfolger wird Heinrich Pohlmann, der dem Verein bereits seit 1912 angehört.

Sportfestteilnehmer im Jahre 1931

 

 

Es beginnen vorbereitende Arbeiten für einen neuen Sportplatz am Ochsenweg.

 

Die Turn- und Jugendabteilung erlebte 1932 einen derart großen Ansturm, so daß neben Walter Lembke zwei weitere Vorturner, Kurt Schönau und Bruno Reese, zur Betreuung der jungen Turner dazugezogen wurden. Erstmals wurde ein Karneval in Wittorf abgehalten; der Name damals: "Vereinsmaskerade".


Darüber hinaus wurde beschlossen, eine Alt-Herren-Riege aufzustellen. Damit ist dokumentiert, daß der "Alt-Herren-Sport" in Wittorf bereits seit Anfang der dreissiger Jahre seine Grundlage fand.

 

Im Jahr 1933 Verbot wurden alle Arbeitersportvereine verboten. Ein Sportkommisar ernennt einen neuen Vorsitzenden, Lehrer Heuck.

 

Die Kinderturnabteilung wird 1934 geschlossen.Der FC Vorwärts Wittorf schließt sich dem TSV Wittorf an. Der neue Vorsitzende heißt Oberlehrer August Hobold.

 

Sportanlage

Der Sportplatz am Ochsenweg wird mit einer großen Veranstaltung im Jahre 1935 eingeweiht. Die Turnerabteilung beherbergt 47 Knaben, 36 Mädchen, 14 Turnerinnen und 4 Turner.

 

"Klapper" Mecke, der "Flieger" im Handballtor 1936

 

25-jähriges Jubiläum

Aus Anlaß des 25-jährigen Bestehens im Jahre 1937 findet eine Fahnenweihe und ein großes Sportfest statt. Neuer Vorsitzender wird Walter Horns. Bei einem Leichtathletikkampf Deutschland gegen Schweden nehmen 25 Aktive aus Wittorf in Hamburg teil.

Die erste Faustballmannschaft von 1937 v.l.: Soltwedel, Gerstand, Hinz, Almenröder, Rickert.

 

Der Turnverein und der Gesangsverein veranstalten am 13.07.38 ein gemeinsames Vogelschießen.

Mit Ausbruch des Krieges und den damit verbundenen Einberufungen kommt der Turn- und Spielbetrieb zum Erliegen. Der Sportplatz wurde aus kriegsbedingten Gründen landwirtschaftlich genutzt. Aufgrund des Krieges ruht das Vereinsleben bis 1945.


Nach Kriegsende

Hermann Greve wurde 1946 neuer Vorsitzender. Er blieb es bis 1953. Der Verein zählt 172 erwachsene und 153 jugendliche Sportlerinnen und Sportler. Der Sportplatz und die Turngeräte werden in Eigenregie wieder auf Vordermann gebracht. Geturnt wird in der Scheune des Bauern Ohrt.

 

Der Kreissportverband wurde 1947 gegründet und unser Verein tritt gleich bei. Auch lebte der Gesangsverein Einigkeit als Abteilung im Sportverein wieder auf.


Umbennung in Blau-Weiss-Wittorf e.V.

Am 10.11.48 wurde der TSV Wittorf in "Blau-Weiss-Wittorf e.V." umbenannt. Die erste Fußballmannschaft steigt in die Bezirksklasse auf. Die erste Handballmannschaft spielt fast ausnahmslos in der Kreisklasse.

 

Mädchen- Turnabteilung 1948 im Saal von Hamann's Gasthof

 

 

Der Sportplatz am Ochsenweg ist wieder instandgesetzt und wird am 16.09.49 feierlich wieder in Betrieb genommen.

 

Sportplatz am Ochsenweg nach der Neugestaltung 1951
1. Handballmannschaft am 16.09.1951, v.l.: Egon Valentin, Heiner Pohlmeier, "Bäcker" Schröder, Heinzi Reinhardt, Horst-W. Bülck, Karlheinz Schütt, arro Lüders, Ronald Schultz, Paul Müller, Hermann Schütt, "Hubi" Bönschen

 

Der Turnbetrieb mußte 1952 eingestellt werden, da der Saal von Hamann's Gasthof den Belastungen nicht mehr gewachsen war. Der Ruf nach einer Turnhalle wird immer lauter.

 

Hermann Schütt wird 1953 neuer Vorsitzender. Er wird dieses Amt bis 1977 innehaben.

 

1. Tischtennisgruppe vor dem Saal von Peter Hamann
1959 Fahnenweihe auf dem Sportplatz

 

Die sportliche Entwicklung seit 1960

1. Damen Handball-Mannschaft mit Betreuer "Sepp" Krüger
Jugend-Vereinsmeisterschaften im Tischtennis h.v.l.: H.H. Dröge, H.J. Dittmer, Ulrich Bening, Eberhard Bening, Uwe Hartwig, v.v.l.: Karen Klaehn, Inge Jöckel

 

Die neue Turnhalle wird im Jahr 1961 fertig gestellt!

 

Im Vordergrund der erste Vorsitzende Hermann Schütt
Jugendturnabteilung in der neuen Halle
Abordnung der Sportler zur Eröffnung

 

Im Jahr 1962 wird der Verein 50 Jahre alt.

 

Geehrte Mitglieder und der Vorstand auf dem Saal von Hamanns Gasthof
Aufstieg in die Bezirksliga am 30.06.1963, v.l.n.r.: H. Konnegen, B. Föh, V. Wall, R. Dörmann, K. Kähler, H. Kleist, U. Winkler, J. Bruhn, L. Moede, R. Wall, E. Nass, U. Gerbers, P. Panje, Torwart S. Dahlke
Handball-Landesmeister männl. Jugend B, h.v.l.: Trainer Hermann Schütt, Rainer Schütt, Rainer Lehrheuer, Rolf Thies, Helmut Bente, Helmut Hartung, v.v.l.: Rolf Westphal, Klaus Tews, Klaus Küster, Udo Lehrheuer

 

Im Jahr 1969 erhält der Sportplatz Umkleideräume.

 

1970:Kleinfeld-Oberliga in Kremperheide v.l.: Trainer Heiko Böeck, Günter Puphal, Jürgen Luckow, "Obbin" Westphal, Jochen Blunk, Jürgen Puphal, Heiner Ress, Udo Lehrheuer, Obmann Hermann Schütt, Hartwig Schütt, Klaus Küster, Heinzi Rickert, Klaus Widmann, "Manner" Hansen
Handball-Landesmeister von 1980 h.v.l.: Obmann Hermann Schütt, Trainer "Barni" Nielsen, Walter Tamm, Helmut Bente, Norbert Mäder, Horst Mäder, Klaus Wegner, Udo Reinbacher, Masseur Wilmut Klein, Betreuer Jürgen Luckow, 1.Vors. Günter Wessels, v.v.l.: Gerhard Mönke, Jörg Bobzien, "Obbin" Westphal, Lutz Reinke, Günter Puphal, Peter Bente, Eckard Grüger

 

Das Vereinsheim wird im Jahre 1984 vergrößert und modernisiert.

 

Die Basketballer von 1986 h.v.l.: Martin Wittmacher, Martin Bottke, Dirk Schröder, Detlef Püschel, Dieter Albeck v.v.l.: Jörg Schwerdtfeger, Helge Holz, Norbert Scharnberg, Peter Simbronsky, Bernd Schwerdtfeger

 

Das 75-jährige Jubiläum.

 

Der Verein wird 75 Jahre alt! Im Bild die Umschlagseite der Festschrift
Handball-Landesmeister 1987 o.v.l.: Norbert Mäder, Peter Bente, Bernd Westendorff, Klaus Wegner, Peter, Schäfke, Mark Blunck m.v.l.: Trainer Volker Paul, Lutz Hansen, Joachim Bach, Bodo Bente, Klaus Voßbeck, Ligaobmann Hermann Schütt, v.v.l.: Betreuer Pete Grabowski, Volker Behrend, Jens Dahmke, Wolfgang Schade, Masseur Wolfgang Jendritzka
Die Handball-Minis von 1987
Frauen-Oberliga 1987 h.v.l.: Betreuerin Birgit Blöcker, Gabi Hoffmann, Grit Bente, Brigitte Strehler, Nicola Erlemann, Michaela Sichelko, Trainer Volker Paul v.v.l.: Regina Buckner, Maike Schubert, Eva Jahnke, Karin Reitz, Christa Radtke, Anja Damerow, Antje Blöcker
5. Männer - im Handball die "Fohlen" 1987 h.v.l.: Carsten Büscher, Stefan Kurrasch, Thomas Köster, Spielertrainer Matthias Lau, Rüdiger Schmidt, Klaus Kummerow v.v.l.: Sönke Hansen, Christian Harder, Ralf Bechtel, Stefan Noske, Andreas Baumann
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